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Die Sicherheitsmitarbeiterin 2019 bedankt sich

Die Sicherheitsmitarbeiterin 2019 bedankt sich

02.07.2019

Die Sicherheitsmitarbeiterin bedankt sich.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des BVMS wurde Kim-Jacqueline Anhäuser als "Sicherheitsmitarbeiter des Jahres 2019" geehrt. Um sich öffentlich - und nicht nur bei den Anwesenden der Versammlung - bedanken zu können, geben wir ihr in diesem Blog-Beitrag Gelegenheit, ein paar Worte an ihre Freunde und Familie und vor allem diejenigen zu richten, die sie gewählt haben.

"Ja, was soll ich sagen?"

"(...) Das war meine erste Reaktion bei Facebook als ich hörte, dass ich gewonnen habe. Dabei habe ich doch so viel zu sagen, aber ich versuche, mich kurz zu fassen. Als erstes möchte ich mich natürlich bei der Firma COREDINATE, dem BVMS und Protektor bedanken, die gemeinsam diese Aktion ins Leben gerufen haben: Für die Auszeichnung, verbunden mit einem tollen Aufenthalt in München, dem Besuch der Sicherheitsmesse und dem spendablen Sachpreis. Gerade in unserer Branche wird man eher mit Kritik, schlechter Presse und Vorurteilen konfrontiert.

Für mich zählen neben dem Fachwissen, was natürlich vorhanden sein sollte, viel mehr Dinge dazu, die einen guten Sicherheitsdienstmitarbeiter ausmachen. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Nervenstärke, Einfühlungsvermögen, Fähigkeit zur Einschätzung von Situationen, Disziplin und Durchhaltevermögen sind wichtige Kompetenzen, die auch immer mehr abverlangt werden. Gerade bei den Großveranstaltungen fungieren Sicherheitsdienstmitarbeiter als Informationsauskunft, Ersthelfer, Vermittler zu den richtigen Anlaufstellen, Deeskalierer, Fluchthelfer und vieles mehr. Nur leider wird das viel zu selten gesehen und anerkannt.

Die Auszeichnung bekommt einen besonderen Stellenwert

Somit bekommt diese Auszeichnung nochmal einen besonderen Stellenwert und ich möchte sie an dieser Stelle mit allen Sicherheitsdienstmitarbeitern teilen, die tagtäglich im Einsatz sind und einen guten und kompetenten Job machen und viel zu selten dafür gelobt werden!
Als nächstes möchte ich mich natürlich bei allen Menschen bedanken, die es durch ihre Empfehlungen und Voting-Stimmen erst ermöglichten, dass ich gewonnen habe. Ich war überwältigt, wie viele für mich gestimmt haben und bin sehr stolz und glücklich über viele tolle Kommentare und Beiträge und letztendlich die vielen herzlichen Glückwünsche zu meinem Sieg. (Es waren mehr als jemals zu meinem Geburtstag.) Danke dafür; ihr seid toll!

Dieser riesige Support hat mir jedoch mehr denn je gezeigt, dass ich meinen Job die letzten 12 Jahre im Sicherheitsdienst gut gemacht habe und stets bemüht bin, ihn zu 100%ig zu erfüllen. Die Anerkennung und Wertschätzung habe ich mir in den letzten Jahren durch zuverlässige und kompetente Leistung hart erarbeitet. Ich musste mich natürlich erstmal beweisen und habe, wie jeder andere in der Branche, alle Positionen mal durchlaufen – stets mit einem Lächeln im Gesicht, auch wenn es nur das Toilettenhäuschen war, vor dem ich stundenlang stehen musste.

Ich werde oft gefragt, warum ich neben meinen Hauptjob, der mich als leitende Führungskraft einer Gemeindepsychiatrie doch sehr auslastet, immer noch jedes Wochenende im Sicherheitsdienst arbeite. Ich würde natürlich lügen, wenn ich behaupten würde, ich mache es nur zum Spaß, denn das ist es nicht immer. Der finanzielle Aspekt ist natürlich ein schöner Nebenverdienst. Aber es ist schon so, dass diese Tätigkeit zu meinem Hauptjob einen gewissen Ausgleich darstellt und ich irgendwie nicht los komme aus dieser Branche.

Ich liebe meinen Job, egal ob als Türsteherin, Einsatzleitung von Großevents, als Begleitschutz oder der Ausübung anderer Tätigkeiten. Auch wenn er oft sehr anstrengend ist und ich mich über viele Dinge, die in dieser Branche nicht gut laufen, mehr als einmal aufrege. (Es würde jedoch den Rahmen sprengen, diese zu erwähnen. Diejenigen, die kompetent und professionell im Sicherheitsdienst tätig sind, wissen wovon ich rede.) Jeder, der mich kennt und auch schon mit mir gearbeitet hat, weiß wie sehr ich darin aufgehe und wie wichtig es mir ist, gute Arbeit zu leisten. Das beinhaltet für mich nicht nur, dass der Kunde und die Gäste zufrieden sind, sondern auch das Team, mit dem ich arbeite.

Abschließend ist es mir noch ein wichtiges Anliegen meiner Familie, meinen engsten Freunden und natürlich meinem Partner zu danken. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, mich jedes Wochenende in den Dienst gehen zu lassen, wohlwissend, dass mir jeder Zeit etwas passieren kann. Sie machen sich alle oft Sorgen, jedoch wissen sie auch, wie wichtig mir mein Job ist und akzeptieren das. Jetzt sind es doch ein paar mehr Worte geworden und ich könnte noch viele Dinge schreiben, aber das Wichtigste ist gesagt! In diesem Sinne vielen Dank nochmal!

Eure Kim."

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Kim-Jacqueline Anhäuser mit Klaus Bouillon (links) und Michael Kulig (rechts)

Kompetent und sympathisch

Leider habe ich Kim-Jacqueline Anhäuser nicht persönlich kennengelernt. Aufgrund der vielen E-Mails, die wir gewechselt und die persönlichen Telefonate, die wir geführt haben, habe ich jedoch einen Eindruck ihrer kompetenten Art erhalten. Ich kann verstehen, warum sie bei Kollegen, Vorgesetzten und Kunden so beliebt ist und glaube, dass sie zurecht den Titel "Sicherheitsmitarbeiterin des Jahres 2019" trägt.

Geschrieben von
Anja Schellhase-Merz, Marketingmitarbeiterin bei COREDINATE
Anja Schellhase-Merz
Marketing
Anja Schellhase-Merz ergänzt als Grafikerin und Texterin das COREDINATE Marketing-Team. In ihren Blogbeiträgen nimmt sie sich die Freiheit, relevante Themen zu den Bereichen Sicherheit und Wartung auch mal aus einem etwas anderen Blickwinkel zu betrachten.

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