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Was ist ein Totmannschalter und wann ist er Pflicht?

Crosscall-Smartphone mit Totmannschalter-Countdown, Hand im Sicherheitsdienst
Totmannschalter: So funktioniert er, wann er Pflicht ist
9:18

Ein Totmannschalter löst Alarm aus, wenn ein Mensch sich über eine bestimmte Zeit nicht bewegt, sein Gerät über einen bestimmten Winkel kippt oder eine angeforderte Quittierung ausbleibt. Im Sicherheitsdienst betrifft das den Objektschutz in der Nacht, den Revierdienst und jede Schicht außerhalb von Ruf- und Sichtweite. Das Regelwerk der Unfallversicherung spricht von Personen-Notsignal-Anlagen und unterscheidet mehrere Alarmarten, die ein Einsatzleiter kennen sollte, bevor er ein Gerät oder eine App auswählt.

Kurz zusammengefasst: Ein Totmannschalter ist eine willensunabhängige Alarmauslösung: Er meldet Bewegungslosigkeit, eine Geräteneigung oder eine ausbleibende Quittierung an eine Empfangsstelle. Eine pauschale Pflicht gibt es nicht. § 8 der DGUV Vorschrift 1 verlangt bei gefährlicher Alleinarbeit eine Überwachung, und die Gefährdungsbeurteilung entscheidet, ob dafür eine Personen-Notsignal-Anlage nötig ist.

Was ist ein Totmannschalter?

Ein Totmannschalter ist eine Einrichtung, die prüft, ob ein Mensch anwesend und handlungsfähig ist, und andernfalls ein Signal auslöst. Totmannschalter, Totmannschaltung, Totmannwarner und Totmanneinrichtung bezeichnen dieses Auslöseprinzip. Der Name stammt aus dem Eisenbahnwesen, wo ein losgelassener Hebel den Zug bremste; dasselbe Prinzip stoppt heute Maschinen wie Kettensägen. Im Regelwerk der Unfallversicherung kommt der Begriff nicht vor.

Dort heißt das Gerät Personen-Notsignal-Gerät (PNG). Es enthält die Totmannfunktion als willensunabhängige Alarmauslösung, muss zusätzlich eine Notsignaltaste für den willensabhängigen Alarm haben und bildet zusammen mit einer Empfangszentrale die Personen-Notsignal-Anlage (PNA). Eine einfache Totmannschaltung ohne diese Anlage führt die DGUV Information 212-139 als eigene, schwächere Meldeeinrichtung, die nur für die unteren Gefährdungsstufen zugelassen ist.

Wie funktioniert ein Totmannschalter?

Ein Totmannschalter überwacht den Träger über Sensoren oder über ein Zeitfenster. Sensorbasierte Geräte messen Bewegungslosigkeit oder eine Neigung des Geräts über einen bestimmten Winkel, jeweils über eine vorgegebene Zeit. Zeitbasierte Systeme fordern in festen Abständen eine Quittierung an. Ist die Bedingung erfüllt, gibt das Gerät einen Voralarm, und erst wenn der Träger nicht reagiert, den Personen-Alarm.

Der Voralarm ist ein Signal am Gerät selbst, kein Alarm in der Empfangsstelle. Er soll Alarme ohne Notfall verhindern, und die DGUV Regel 112-139 verlangt, dass der Träger ihn innerhalb von maximal 15 Sekunden zurücksetzen kann; beim Verlust- und beim Fluchtalarm ist er nicht zwingend vorgeschrieben. Löst der Personen-Alarm aus, überträgt das Gerät ihn mit seiner Nummer an die Empfangsstelle, damit feststeht, wer ihn ausgelöst hat. Die Anlage muss die Übertragungsstrecke außerdem regelmäßig automatisch prüfen und einen Ausfall als technischen Alarm melden.

Rugged Smartphone mit Totmannalarm-Countdown auf dem Bildschirm

Welche Alarmarten gibt es?

Das Regelwerk unterscheidet den willensabhängigen Alarm, den der Träger per Notsignaltaste auslöst, und willensunabhängige Alarme, die das Gerät selbsttätig auslöst. Jedes Personen-Notsignal-Gerät muss die Taste haben und mindestens eine willensunabhängige Alarmart bieten. Die DGUV Regel 112-139 definiert fünf davon, dazu den technischen Alarm für Betriebsstörungen, der immer vorhanden sein muss.

Der Lagealarm löst aus, wenn das Gerät einen bestimmten Neigungswinkel für eine vorgegebene Zeit überschreitet. Der Ruhealarm reagiert auf Bewegungslosigkeit über eine vorgegebene Zeit. Der Zeitalarm meldet das Ausbleiben einer angeforderten Quittierung. Der Verlustalarm springt an, wenn das Gerät vom Körper entfernt wird. Der Fluchtalarm reagiert auf hektische Bewegungen. Für jede Alarmart setzt die Regel eine höchstzulässige Reaktionszeit. Die Werte in der Tabelle gelten für Anlagen ohne Sprechverbindung (PNA); bei Anlagen mit Sprechverbindung (PNA-S) dürfen der Alarm per Taste während des Sprechverkehrs und der Fluchtalarm bis zu 30 Sekunden dauern.

AlarmartHöchstzulässige Reaktionszeit (PNA)
Willensabhängiger Alarm (Taste)2 Sekunden
Fluchtalarm10 Sekunden
Voralarm (am Gerät)15 Sekunden
Verlustalarm30 Sekunden
Lagealarm, einschließlich Voralarm90 Sekunden
Ruhealarm, einschließlich Voralarm90 Sekunden
Zeitalarm, einschließlich Voralarm15 Minuten
Technischer Alarm10 Minuten

Für die Auswahl heißt das: Bleibt ein Mitarbeiter nach einem Sturz bewegungslos liegen, meldet ein Ruhealarm das nach spätestens 90 Sekunden, ein reiner Zeitalarm spätestens nach 15 Minuten. Welche Alarmart Sie brauchen, hängt davon ab, wie lange ein handlungsunfähiger Mitarbeiter im konkreten Objekt unbemerkt bleiben darf.

Was passiert nach dem Alarm?

Eine Personen-Notsignal-Anlage darf nur eingesetzt werden, wenn die Empfangsstelle bei einem Personen-Alarm die Hilfsmaßnahmen unverzüglich einleitet. Die DGUV Regel 112-139 nennt dafür zwei Wege: eine ständig besetzte Empfangszentrale oder die automatische Weiterleitung des Alarms, etwa über ein Telefonwählgerät, an eine Stelle, die Hilfe organisieren kann.

Wer eine eigene Notruf- und Serviceleitstelle betreibt, schaltet die Alarme dort auf. Wer keine hat, lässt den Alarm automatisch als Anruf an die Einsatzleitung oder den Bereitschaftsdienst weiterleiten. Oder er beauftragt eine externe Leitstelle; dagegen spricht nach der DGUV nichts, solange der Unternehmer Alarmplan, Rettungskräfte, Lokalisierung und den Zugang zum Objekt vorgibt.

Die Empfangsstelle muss den Träger lokalisieren können, bei Kontrollgängen technisch, etwa über GPS, oder organisatorisch über Quittierstellen, die mit der Empfangsstelle verbunden sind. Und die Hilfe muss ankommen: Beträgt die Zeit bis zum Beginn der Hilfsmaßnahmen mehr als 15 Minuten, dürfen Personen-Notsignal-Anlagen nach der Regel nicht eingesetzt werden; für eine PNA-11 bei kritischer Gefährdung verlangt die DGUV Information 212-139 weniger als 15 Minuten.

Welche Regeln gelten für Totmannschalter?

Drei Ebenen greifen ineinander: Gesetz und Unfallverhütungsvorschrift regeln die Pflicht des Unternehmers, die DGUV Regel den Einsatz der Anlage, die VDE-Vornormen das Gerät. § 5 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet zur Gefährdungsbeurteilung. § 8 Absatz 2 der DGUV Vorschrift 1 folgert daraus: Wird eine gefährliche Arbeit von einer Person allein ausgeführt, hat der Unternehmer für geeignete technische oder organisatorische Personenschutzmaßnahmen zu sorgen.

Was gefährlich ist, umschreibt die DGUV Regel 100-001 als erhöhte Gefährdung aus Arbeitsverfahren, Tätigkeit, Stoffen oder Umgebung; Wachtätigkeiten stehen nicht in ihrer Beispielliste. Für die Branche kommt die DGUV Vorschrift 23 hinzu: Bei Sicherungstätigkeiten mit hohem Konfrontationspotenzial, etwa im Veranstaltungsdienst, verlangt sie grundsätzlich zwei oder mehr Mitarbeiter, und eine Personen-Notsignal-Anlage hebt diese Forderung nicht auf.

Den Einsatz regelt die DGUV Regel 112-139 „Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen" mit Alarmarten, Reaktionszeiten, Empfangsstelle und Betriebspflichten. Sie ist eine fachliche Empfehlung, keine Vorschrift. Das Gerät beschreiben zwei Vornormen: DIN VDE V 0825-1 für Anlagen mit eigener Funkstrecke, DIN VDE V 0825-11 für Anlagen über öffentliche Telekommunikationsnetze, kurz PNA-11, zu denen Smartphone-Lösungen zählen.

Ist ein Totmannschalter Pflicht?

Eine gesetzliche Pflicht, ein bestimmtes Gerät zu tragen, gibt es nicht. Pflicht ist die Gefährdungsbeurteilung, und Pflicht ist bei gefährlicher Alleinarbeit eine Überwachung. Ob das ein Kontrollanruf, eine zweite Person oder eine Personen-Notsignal-Anlage ist, ergibt sich aus der Gefährdungsstufe und der Notfallwahrscheinlichkeit, die Sie in der Beurteilung festlegen.

Das Verfahren mit Stufen und Risikowert steht im Artikel zur Gefährdungsbeurteilung bei Alleinarbeit. Für die Gerätewahl zählt die Tabelle der DGUV Information 212-139: Sie lässt die einfache Totmannschaltung nur für die Stufen gering und erhöht zu, genau wie das Mobiltelefon oder den Sprechfunk. Für die Stufe kritisch, also wenn die Person im Notfall nicht mehr handlungsfähig ist, bleiben die Personen-Notsignal-Anlage nach DGUV Regel 112-139, eine PNA-11, die durch zusätzliche, ständig vorhandene technische Einrichtungen dasselbe Schutzniveau erreicht, und unter Voraussetzungen die ständige Kameraüberwachung. Dass eine PNA-11 das Schutzniveau erreicht, muss der Hersteller oder eine sachverständige Person schriftlich bestätigen, und Sie müssen das Dokument aufbewahren.

In ihrer Leitlinie zu Personen-Notsignal-Anlagen rechnet die DGUV den Revierdienst als Beispiel durch: Eine Personen-Notsignal-Anlage ist für den reinen Revierdienst danach nicht grundsätzlich erforderlich, und Alleinarbeit bleibt in dem Beispiel nur zulässig, wenn die Erstversorgung vorhersehbar innerhalb von zehn Minuten beginnt.

Wo wird ein Totmannschalter im Sicherheitsdienst eingesetzt?

Ein Totmannschalter gehört vor allem in den Werk- und Objektschutz und in den Streifen- und Revierdienst, denn dort passieren nach dem VBG Securityreport 2023 die Stürze: Für das Jahr 2022 entfallen in diesen Bereichen 55,6 beziehungsweise 57,3 Prozent der Unfälle auf Stolpern, Rutschen und Stürzen.

Der Werk- und Objektschutz ist zugleich der Einsatzbereich mit dem höchsten Unfallaufkommen der Branche. Als Ursachen nennt der Report Nässe, Glätte, unbefestigte Wege und die schlechte Ausleuchtung geschlossener Objekte, und für beide Bereiche empfiehlt die VBG ausdrücklich, Personen-Notsignal-Anlagen bei Alleinarbeit einzusetzen.

Ein Mitarbeiter, der nach einem Sturz nicht mehr handlungsfähig ist, drückt keine Taste. Deshalb ist für Objektschutz und Revierdienst die willensunabhängige Alarmart das Auswahlkriterium, nicht der Notrufknopf. Im Objektschutz kommt hinzu, dass GPS in Innenräumen und Tiefgaragen ungenau sein kann; der Empfangsstelle helfen dort zum Beispiel Quittierstellen oder die zuletzt erreichten Kontrollpunkte als Suchhilfe. Im Revierdienst muss die Ortung auch auf der Fahrt zwischen den Objekten funktionieren.

Bei Veranstaltungen, in Einrichtungen für Geflüchtete und in öffentlichen Bereichen entfallen laut Report dagegen 48 bis 71 Prozent der Unfälle auf Konfrontationen. Die VBG empfiehlt die Personen-Notsignal-Anlage auch dort, aber die DGUV Vorschrift 23 verlangt bei hohem Konfrontationspotenzial ohnehin zwei Personen, und die Risikoformel der Regel erfasst vorsätzliche Handlungen ausdrücklich nicht. Der Totmannschalter ist dort eine Ergänzung zur Doppelbesetzung, kein Ersatz dafür.

PNA-Gerät oder Smartphone mit Totmannschaltung?

Beide Konzepte können zulässig sein, die Voraussetzungen unterscheiden sich. Ein Personen-Notsignal-Gerät nach DIN VDE V 0825-1 funkt über eine eigene Strecke zur Empfangszentrale und ist damit unabhängig vom öffentlichen Mobilfunknetz. Ein Smartphone oder Funkgerät mit Sensoren nach DIN VDE V 0825-11 nutzt das öffentliche Netz.

Anlagen nach Teil 1 hält die DGUV Regel 112-139 für geeignet, wenn sie eine Bauartprüfung durchlaufen haben. Eine PNA-11 ist nach der Regel nur zulässig, wenn alle technischen und organisatorischen Voraussetzungen der Regel erfüllt sind. Das Gerät selbst braucht eine rote Notsignaltaste und mindestens eine willensunabhängige Alarmart mit Voralarm. Es muss den Alarm übertragen und parallel eine Sprachverbindung aufbauen, in der Empfangseinrichtung lokalisierbar sein und akustisch warnen, sobald das Funknetz fehlt. Dazu kommen eine Funktionsprüfung bei jeder Betriebsaufnahme und eine Energieversorgung für mindestens zwölf Stunden.

Für jeden Einsatzort ist außerdem nachzuweisen, dass das Netz im gesamten abzusichernden Bereich verfügbar ist, bei Bedarf durch eine Funkfeldmessung; die Regel empfiehlt einen mehrwöchigen Probebetrieb unter den tatsächlichen Arbeitsbedingungen. An diesem Prüfpunkt sollten Sie eine App messen, nicht am Preis.

Totmannalarm in COREDINATE OWKS

In COREDINATE OWKS heißt die Funktion Arbeitsplatzabsicherung. Sie bietet einen manuellen Alarm über den Notfallknopf eines kompatiblen Crosscall-Smartphones (CORE M6, X5 oder M5) und einen automatischen Inaktivitätsalarm: Die App überwacht das Aktivitätsmuster, warnt bei längerer Inaktivität in der App vor und löst ohne Reaktion den Totmannalarm aus. Der Zeitraum ist einstellbar.

Im Alarmfall stellt die App eine Sprachverbindung zur hinterlegten Nummer her, und das Smartphone gibt einen lauten Alarmton zur Ortung ab. Im Portal erscheint der Alarm auf der Karte, zusammen mit der letzten bekannten Position und den zuletzt gescannten Kontrollpunkten; das grenzt den Suchbereich in Gebäuden mit ungenauem GPS ein. Optional geht eine E-Mail mit Standortdetails an hinterlegte Empfänger, und jede Alarmauslösung wird im digitalen Wachbuch dokumentiert.

Der Dienstbeginn folgt dem Muster, das die Regel für jeden neuen Einsatz verlangt: Mit der Einstellung „Benötigt aktiven Alarmempfänger" löst der Mitarbeiter zu Beginn einen Testalarm aus, der in der Empfangszentrale im Portal quittiert werden muss, bevor er den Hinweis erhält, dass alle Rahmenbedingungen erfüllt sind. In Kombination mit einem aktuellen Crosscall-Smartphone entspricht die Funktion der DIN VDE V 0825-11.

Die Arbeitsplatzabsicherung ist in beiden Paketen enthalten, in COREDINATE Basic für 32 € pro Gerät und Monat bei 24 Monaten Laufzeit und in COREDINATE Flex für 52 € pro Gerät und Monat, monatlich kündbar; einmalig kommen 99 € Einrichtungsgebühr bei Aktivierung der ersten App hinzu. Für die Anschaffung von Personen-Notsignal-Anlagen kennt das VBG-Prämienverfahren für Sicherheitsunternehmen eine Prämie von bis zu 40 Prozent der Investitionskosten. Prämiert werden freiwillige Investitionen in Geräte und die erstmalige Anschaffung der zugehörigen Software, nicht laufende Monatslizenzen, und die VBG verlangt eine Herstellerbescheinigung zur Normkonformität der Geräte. Klären Sie deshalb vor der Beschaffung mit der VBG, ob Ihre Gerätekombination prämienfähig ist.

„Mit der Totmannschaltung fühlt sich auch der Kollege sicher, da ich nicht nur seinen Standort, sondern im Unfallfall seinen Zustand kenne. Für beide also eine sichere Sache. So geht man verantwortungsvoll mit Mitarbeitern um."

Volker Frisse, Protection One GmbH

Häufige Fragen zum Totmannschalter

Was ist eine Totmannschaltung?

Eine Totmannschaltung löst ohne Zutun des Trägers Alarm aus, wenn das Gerät über eine vorgegebene Zeit Bewegungslosigkeit oder eine Neigung über einen bestimmten Winkel feststellt oder eine angeforderte Quittierung ausbleibt, und der Träger auch auf den Voralarm nicht reagiert. Im Regelwerk heißt das willensunabhängiger Personen-Alarm. Die DGUV Information 212-139 lässt eine einfache Totmannschaltung nur für die Gefährdungsstufen gering und erhöht zu.

Wie schnell löst ein Totmannschalter aus?

Für Anlagen ohne Sprechverbindung setzt die DGUV Regel 112-139 höchstens 90 Sekunden für Lage- und Ruhealarm einschließlich Voralarm, höchstens 15 Minuten für den Zeitalarm und zwei Sekunden für den Alarm per Taste. Der Voralarm muss innerhalb von 15 Sekunden zurücksetzbar sein.

Ist ein Totmannschalter im Sicherheitsdienst Pflicht?

Eine pauschale Gerätepflicht besteht nicht. Pflicht ist die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz und bei gefährlicher Alleinarbeit eine Überwachung nach § 8 DGUV Vorschrift 1. Für den reinen Revierdienst hält die DGUV-Leitlinie eine Personen-Notsignal-Anlage nicht für grundsätzlich erforderlich; die VBG empfiehlt sie für Objektschutz und Revierdienst trotzdem.

Reicht ein Totmannschalter ohne Notrufzentrale?

Als Personen-Notsignal-Anlage nur, wenn der Alarm automatisch an eine Stelle weitergeleitet wird, die Hilfe einleiten kann, etwa per Anruf an die Einsatzleitung. Die DGUV Regel 112-139 verlangt eine ständig besetzte Empfangszentrale oder diese Weiterleitung, dazu die Lokalisierung des Mitarbeiters und den Beginn der Hilfe innerhalb von 15 Minuten.

Kann ein Smartphone als Totmannmelder genutzt werden?

Ja, als PNA-11 nach DIN VDE V 0825-11, wenn es die Anforderungen an ein Personen-Notsignal-Gerät erfüllt, darunter rote Notsignaltaste, willensunabhängige Alarmart mit Voralarm, automatische Sprachverbindung, Lokalisierung und Netzüberwachung. Für die Stufe kritisch braucht es zusätzlich ständig vorhandene technische Einrichtungen und die schriftliche Bestätigung des Schutzniveaus.

Was kostet ein Totmannschalter?

Bei COREDINATE ist der Totmannalarm in beiden Paketen enthalten: 32 € pro Gerät und Monat bei 24 Monaten Laufzeit oder 52 € pro Gerät und Monat, monatlich kündbar, jeweils zuzüglich einmalig 99 € Einrichtungsgebühr.

Quellen

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