Sicherheitsmitarbeiter des Jahres 2017: Sebastian Mücke


Sicherheitsmitarbeiter des Jahres 2017

Sebastian Mücke

Sebastian Mücke (Pro Security Itzehoe GmbH) ist der Sicherheitsmitarbeiter des Jahres 2017. Er konnte zuerst die Jury und später beim öffentlichen Voting 39,2% der Wähler (349 Stimmen) von sich überzeugen. Auf dem zweiten Platz landete Kevin Ostermaier mit 210 Stimmen (23,6%) und auf dem dritten Platz Marko Voss mit 160 Stimmen (18%).

 

Lesen nachfolgend mehr zur Person Sebastian Mücke und die Meinung der Jury.

Sicherheitsmitarbeiter des Jahres 2017

Sebastian Mücke

37 Jahre, Heiligenstedten

Einsatzleiter und Personaldisponent

Pro Security Itzehoe GmbH

Berufserfahrung: 14 Jahre

Berufsabschlüsse: Fachkraft für Schutz und Sicherheit, Kaufmann im Einzelhandel

Zur Person:

Von gleich zwei Kollegen unabhängig voneinander vorgeschlagen zu werden, ist an sich schon eine Auszeichnung – offenbar macht Sebastian Mücke in seiner Funktion als Einsatzleiter alles richtig. Er verfügt bereits über 14 Jahre Berufserfahrung und hat sich von seinem Weg weder durch einen Augenfehler noch durch die alleinige Erziehung seiner drei Kinder abbringen lassen. Als Fachkraft für Schutz und Sicherheit ist er im, zusammen mit einem Freund gegründeten, Unternehmen für die Einsatzplanung, den Vertrieb und sogar für die Sicherheitstechnik zuständig. Um den Bezug zur Praxis nicht zu verlieren, übernimmt er selbst Schichten und ist dabei auch als Kaufhausdetektiv tätig. Dass er dabei erfolgreich ist, beweist ein Fall, bei dem er den Diebstahl von Ware im Gesamtwert von mehreren Hunderttausend Euro belegen konnte. Bezeichnend ist zudem, dass er sich aktiv um eine gute Qualifikation seines Teams kümmert und die Ausbildung auch selbst übernimmt.

Warum wir meinen, dass ein Preis angebracht wäre:

Sebastian Mücke genießt nach Aussage seiner Mitarbeiter höchstes Vertrauen und wird als sehr kompetent und verständnisvoll beschrieben. Zudem versucht er dies durch interne Ausbildung an sein gesamtes Team weiterzugeben. Seinem Team reines Wissen zu vermitteln ist das eine, weiche Faktoren wie der Aufbau von Vertrauen und Führungsstärke ist eine mindestens ebenso wichtige Komponente. Sebastian Mücke scheint in seinem Job beides zu beherzigen.

Die fünf anderen Finalisten von 2017:

Nadine Bachmann

36 Jahre, Bottrop

Diensthundeführerin

Berufserfahrung: 3 Jahre

Berufsabschluss: Diensthundeführerin

Zur Person:

Nadine Bachmann ist 36 Jahre alt und seit 3 Jahren in der Sicherheit tätig. Immer an ihrer Seite ist dabei ihr 3jähriger Diensthund Hera, den sie selbst ausgebildet hat. Einer der prägnantesten Vorfälle ereignete sich in der Nacht vom 10. auf den 11.08.2016 während eines Rundgangs in einem unbeleuchteten und abgeschlossenen Park. Nadine erkannte aus ca. 50 Metern Entfernung zunächst nur zwei Taschenlampen und hielt sich anfangs im Hintergrund, um die Lage abzuschätzen. Nach einer Ansprache flüchteten die beobachteten Personen sofort – und ebenso schnell nahm Hera ihre Fährte auf. Zuverlässig führte sie Nadine zum Versteck der verfolgten Personen, die sich zwischenzeitlich weit entfernt in einem Gebüsch versteckt hatten und stellte sie durch „Verbellen“. Die beiden Jugendlichen wurden anschließend zum Ausgang der Parkanlage begleitet, wo Nadine allerdings noch fast eine halbe Stunde warten musste, bis Verstärkung eintraf. Eine kritische Zeit, da mit Flucht oder Gegenwehr gerechnet werden musste. Und tatsächlich tauchten plötzlich Familienmitglieder auf, die „die Sachen klären“ wollten. Dieses Vorhaben erstickte Hera jedoch gleich im Keim. Obwohl sich Nadine und Hera nun vier aggressiven Männern gegenübersahen, blieben Sie zu jeder Zeit ruhig und souverän – ohne einen der Beteiligten aus dem Blick zu verlieren. Schließlich traf neben dem Kollegen auch die Polizei ein und die betreffenden Personen konnten erfolgreich übergeben werden.

Warum wir meinen, dass ein Preis angebracht wäre:

Die Ereignisse jener Nacht sind ein Musterbeispiel dafür, wie effektiv die Kombination aus einer qualifizierten und besonnen agierenden Sicherheitskraft mit einem gut ausgebildeten Diensthund sein kann. In Zeiten der Technisierung und Einsparung, in der leider auch Diensthunde im Sicherheitsbereich eher auf dem Rückzug sind, ein wichtiges Statement.

Frank Kniffka

54 Jahre, Landshut

Werkschutzmitarbeiter

Gerl-Schindler Wach- und Sicherheitsdienste GmbH & Co. KG

Berufserfahrung: 2 Jahre

Berufsabschlüsse: Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft, Betriebsschlosser, Kommunikationselektroniker und Luftfahrzeugtechniker

Zur Person:

Frank Kniffka ist ein klassischer Quereinsteiger in die Sicherheitsbranche. Nach drei (!) Berufsabschlüssen in anderen Berufen stieg er mit der Sachkundeprüfung in unser Gewerbe ein, legte dann nach nur neun Monaten mit der erfolgreichen Prüfung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft nach. Hier kam ihm seine Bewachungstätigkeit bei der Bundeswehr zu Gute, denn diese wurde angerechnet. Dass ihm seine Tätigkeit in der Sicherheit fesselte, beweist nicht nur sein anschließender Umzug von Bremen nach Bayern, um der Branche verbunden bleiben zu können. Auf eine dort angebotene Stelle als Objektleiter verzichtete er, um jüngeren Bewerbern eine Chance zu ermöglichen. Seine Tätigkeit im Objektschutz bei einem mittelständischen Autobauer in München erfüllt ihn, weshalb er sich keine andere Tätigkeit mehr vorstellen könnte.

Warum wir meinen, dass ein Preis angebracht wäre:

Frank Kniffka zeigt durch seinen Quereinstieg aus völlig anderen Bereichen beispielhaft, dass eine Tätigkeit in der Sicherheitsbranche – auch auf sehr hohem Niveau – jedem offen steht, der sich damit identifiziert und ernsthaft an der Umsetzung des Gelernten interessiert ist. Dass er sich nicht selbst für unseren Preis beworben hat, sondern von seinem ehemaligen Dozenten Dennis Sültmann vorgeschlagen wurde, zeigt einmal mehr, dass hier scheinbar die Umsetzung der gelernten Theorie in die Praxis gelungen ist.

Ruben Kürzdörfer

45 Jahre, Schwentinental

Werkschutzmitarbeiter

Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft

Berufserfahrung: 16 Jahre

Berufsabschluss: Werkschutzfachkraft

Zur Person:

Gäbe es eine Schnittstelle zwischen Behörden und privaten Sicherheitsdiensten, wäre dies wohl mit Ruben Kürzdörfer besetzt. Wie kaum ein Zweiter setzt er sich nach einer umfangreichen eigenen Ausbildung im Sicherheitsbereich dafür ein, dass unsere Branche nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch auf Behördenseite positiv wahrgenommen wird. Ruben verfügt über 16 Jahre Erfahrung in der Sicherheit und hat während dieser Zeit fast jede Funktion übernommen, die in dieser Branche möglich ist. Von der Telefonvermittlung über den Objektschutz von Werftanlagen bis hin zu der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften war alles dabei – mitunter auch als Führungskraft mit Personalverantwortung und Planungsaufgaben. Dabei ist ihm stets daran gelegen, sein Wissen weiterzugeben, was seine Nebentätigkeiten als Dozent, innerbetrieblicher Ausbilder und IHK-Prüfer zeigen. Darüber hinaus pflegt Ruben beste Kontakte zu Polizeibehörden und Einrichtungen wie dem „Weißen Ring“, was ihm in einem konkreten Fall schon sehr zu Gute kam. So wurde eine auswärtige Studentin auf dem Gelände einer betreuten Universität bestohlen und eine Vermittlung an den Weißen Ring ermöglichte schnelle und unkomplizierte Hilfe. Im Spannungsfeld der Bewachung von Flüchtlingsheimen erarbeitete Ruben zusammen mit der ansässigen Polizei wirksame Sicherheitskonzepte. All das wohlgemerkt mit fünf Kindern und einem pflegebedürftigen Vater.

Warum wir meinen, dass ein Preis angebracht wäre:

Sicherheit gelingt nur im Team, im Idealfall Hand in Hand mit den Sicherheitsbehörden. Nicht selten ist gerade diese Verbindung jedoch durch gegenseitige Vorurteile belastet. Dass man gemeinsam mehr erreicht, zeigt die Initiative von Ruben Kürzdörfer, der nicht nur auf dieser Seite die positive Wahrnehmung der Sicherheitsbranche stärkt, sondern auch durch seine umfangreiche Betätigung in der Ausbildung.

Kevin Ostermaier

25 Jahre, Moosburg

Inhaber

Detektei Ostermaier

Berufserfahrung: 8 Jahre

Berufsabschluss: Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Zur Person:

Trotz seines jungen Alters kann Kevin Ostermaier mit 25 Jahren schon auf acht Jahre Berufserfahrung in der Sicherheitsbranche zurückblicken. Eine Zeit, die außergewöhnlich gut genutzt wurde, wie die zahlreichen Qualifikationen beweisen. Kevin ist nicht nur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, sondern auch Betriebssanitäter, Truppführer bei der Feuerwehr und ZAD-geprüfter Privat- und Wirtschaftsdetektiv. Zahlreiche Schulungen zum Thema Psychologie runden die Qualifikation ab. Hinzu kommt seine Verantwortung als Unternehmer, denn Kevin ist selbständig in der Sicherheit tätig. Dass er nicht nur für sich und sein Unternehmen wirklich etwas in unserer Branche bewegen will, zeigt auch seine Tätigkeit als Prüfer bei der IHK – die Ehre der Aufnahme in den Prüfungsausschuss wurde ihm übrigens bereits mit 22 Jahren zu Teil, womit er damals einer der jüngsten IHK-Prüfer gewesen sein dürfte. Bereits in seinem 2. Lehrjahr zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit half Kevin dabei zwei Menschen das Leben zu retten. Denn er erkannte, im Gegensatz zu seinem Ausbilder, dass die beiden Besucher des Oktoberfestes nicht nur stark alkoholisierter waren, sondern auch unter Drogen standen und dringend Hilfe benötigten. Er rief deshalb die Sanitäter und dies war die richtige Entscheidung, denn kurze Zeit später mussten die Männer wiederbelebt werden.

Warum wir meinen, dass ein Preis angebracht wäre:

Bei einem langjährigen und erfahrenen Sicherheitsmitarbeiter den „perfekten Dienst“ zu erwarten ist ebenso falsch, wie einem jungen Kollegen Unerfahrenheit oder mangelnde Qualifikation zu unterstellen. Kevin ist der beste Beweis dafür, dass sich – der entsprechende Ehrgeiz vorausgesetzt – ein junges Lebensalter und umfangreiche Erfahrung sowie eine fundierte Qualifikation nicht ausschließen.

Marko Voss

42 Jahre, Berlin

Sicherheitskraft (Hundeführer)

DWSS – Deutsche Wach- und Schutzhundservice GmbH

Berufserfahrung: 2 Jahre

Berufsabschluss: Sicherheitsfachkraft

Zur Person:

Nicht immer kann man sich seinen Einsatzort aussuchen. Das gilt insbesondere für Fälle, in denen man Erste Hilfe oder gar Katastrophenhilfe leisten muss, weil man „eben gerade da ist“. Rückblickend ist es gut, dass Marko Voss vor Ort war – wenn auch der Anlass geradezu schockierend war. Marko Voss war als einer der ersten vor Ort, als am 19.12.2016 ein Lkw in den Berliner Weihnachtsmarkt raste. Die gelernte Sicherheitsfachkraft ist als Hundeführer im Öffentlichen Personennahverkehr tätig und war zum Zeitpunkt des Attentats in unmittelbarer Nähe. Da Marko auch gelernter Rettungssanitäter ist, war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, vor Ort zu helfen – auch wenn das dort Gesehene ihm schwer zusetzte. Bekanntlich waren an jenem Tag neben etlichen Verletzten auch Tote zu beklagen und Marko betrat den Ort des Geschehens als eine der ersten Hilfskräfte. Dort machte sich seine Ausbildung im Bereich der Notfallmedizin bezahlt, denn er konnte konkret Hilfe leisten und andere Helfer einweisen. Marko hebt hervor, dass die Zusammenarbeit vor Ort mit Kollegen aus der Sicherheit, dem Rettungsdienst, der Feuerwehr und auch der Polizei vorbildlich funktionierte, was die Arbeit für alle erleichtert habe.

Warum wir meinen, dass ein Preis angebracht wäre:

In einer solchen Situation überlegt und geordnet zu handeln, verdient alleine schon Anerkennung. Gelingt in einer solchen Krise dann auch noch eine harmonische Zusammenarbeit mit anderen Kräften vor Ort, profitieren nicht zuletzt die Opfer selbst. Dass dies gelang, ist nicht zuletzt Menschen wie Marko Voss zu verdanken.

Die Jury:

Annabelle Schott-Lung

Annabelle Schott-Lung

stellv. Chefredakteurin,

Ressortleitung Wirtschaftsschutz,

PROTECTOR & WIK

Klaus Bouillon

Klaus Bouillon

1. Vorstand,

Bundesverband mittelst.

Sicherheitsunternehmen e. V.

Michael Kulig,

Michael Kulig,

Geschäftsführer

COREDINATE GmbH

Was wir mit der Wahl des Sicherheitsmitarbeiters des Jahres bezwecken möchten:

Jeden Tag leisten Sicherheitsmitarbeiter zuverlässig ihren Dienst. Bei Wind und Wetter, meist nachts und nicht selten in gefährlichen Umgebungen. Fernab von jedem Scheinwerferlicht sind sie ein typisches Beispiel für einen unterschätzten Job. Kaum wahrgenommen im Alltag, im Ernstfall aber schnell die wichtigste Person.

Wir von COREDINATE finden, dass es Zeit ist, etwas zurück zu geben. Deshalb küren wir zum ersten Mal überhaupt den „Sicherheitsmitarbeiter des Jahres“. Ein Preis, der neben der Ehrung auch einen Sachpreis im Wert von 500 Euro beinhaltet.

Was ist COREDINATE?

COREDINATE ist eine voll integrierte, professionelle und innovative Lösung für Sicherheitsdienste, die Ihre Abläufe optimiert, zur Sicherung Ihrer Qualität beiträgt und Ihnen dabei hilft, Ihre Kunden zufrieden zu stellen. Ob Rundgangüberwachung, Ereigniserfassung, Schlüsselmanagement, Arbeitszeiterfassung oder Aufgabenverwaltung: Mit COREDINATE Sicherheit werden alle Ihre täglich anfallenden Aufgaben automatisiert und die Überwachung optimiert.

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